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Unter der Laterne
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Unter der Laterne ist ein stummes Sozialdrama, das Gerhard Lamprecht 1928 in eigener Produktionsfirma nach einem Drehbuch realisierte, das er zusammen mit seiner langjährigen Mitarbeiterin Luise Heilborn-KĂśrbitz verfasst hat. Im Untertitel hieĂ der Film auch noch âTrink, trink, BrĂźderlein trinkâ nach dem Kehrreim des populären Liedes, das Wilhelm Lindemann komponiert und Harry Steier auf Platte gesungen hat.cite-ref-1[1]
Contents
⢠Handlung
⢠Rezeption
⢠Tondokument
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Abbildungen
⢠Artikel
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Handlung
âUnter der Laterneâ wird in 9 Akten erzählt:
1. Akt
Else ist die Tochter des verwitweten KleinbĂźrgers Riedel (Gerhard Dammann), der sie als Hausgehilfin ausnutzt. Sie ist befreundet mit dem jungen Hans, der gerade arbeitslos auf eine frei werdende Stelle bei Borsig wartet und sich mit einem fahrbaren Tabakstand Ăźber Wasser hält. Als sie sich mit ihm auf einen Lokalbesuch verabredet, verweigert ihr der Vater die Erlaubnis und sperrt sie zuhause ins Wohnzimmer ein. Else gelingt es, sich mit Hansâ Hilfe zu befreien, und sie zieht mit ihm los. In einem Lokal schunkeln sie zu der Weise âTrink, trink, BrĂźderlein trinkâ, die ein Stimmungssängercite-ref-2[2] mit Laute vorträgt.
2. Akt
Bei ihrer RĂźckkehr legt der Vater die Kette vor und lässt sie nicht mehr in die Wohnung. Im Treppenhause wartend, wird sie von einem Betrunkenen belästigt. Sie flieht aus dem Haus und muss eine Nacht auf der StraĂe verbringen. Sie sucht Zuflucht bei Hans und seinem Zimmergenossen Max (Paul Heidemann). Max verkauft AufziehvĂśgel, hat sich aber eine Artistennummer mit einem PferdekostĂźm ausgedacht. Else findet Gefallen daran und Ăźberredet ihren Hans, der noch skeptisch ist, mitzumachen. So kĂśnne man doch schlieĂlich Geld verdienen, mehr als mit den Zigaretten, die Hans verkauft.
3. Akt
Zu dritt stellen sie sich mit ihrer Pferdenummer bei dem zwielichtigen VarietĂŠ-Impresario Nevin vor, der sie, mit scheelem Blick auf Else, schlieĂlich auch beschäftigt. Sie bekommen einen Auftritt im Spezialitätentheater âElysiumâ. Aber nur, wenn Else sich als Stallmeisterin ausstaffieren lässt und Teil der Nummer wird. Es glĂźckt ihnen, damit das Publikum im VarietĂŠ zu gewinnen. Vater Riedel lässt die minderjährige Else auf den Rat eines zwickerbewehrten und mittelgescheitelten Stammtischbruders durch die Polizei suchen.
4. Akt
Else, Hans und Max feiern ihren Erfolg und stoĂen âauf gute Kameradschaftâ an. Hans hatte Else seinem Kameraden Max als seine Schwester vorgestellt. Doch als dieser sich in sie verliebt zeigt und ihr gar einen Heiratsantrag macht, muss Hans Farbe bekennen. Nun bittet er Else, seine Frau zu werden; gleich morgen wolle er die Papiere besorgen. Doch Else ist noch nicht mĂźndig und ihr Vater wĂźrde nie seine Einwilligung geben. Diese Nacht verbringen sie das erste Mal zusammen.
Am nächsten Morgen erscheint ein Kriminaler bei Hans und Max, der nach Else fahndet. Max kann sie noch im Treppenhaus warnen, als sie vom Einkaufen zurĂźckkommt; sie flieht erneut auf die StraĂe, um der Festnahme zu entgehen. Sie wendet sich an Nevin, der ihr andient, sie mit in seine Wohnung zu nehmen: sie wolle doch nicht wieder auf die StraĂe?
Hans sucht das Gespräch mit Elses Vater. Er macht geltend, dass sie ja nirgends Arbeit bekommen kĂśnne, so lange sie polizeilich gesucht wĂźrde. Der alte Riedel aber will sie der FĂźrsorge Ăźbergeben, âda wĂźrde man ihr das Arbeiten schon beibringenâ.
5. Akt
Hans und Max fragen sich, wo Else wohl geblieben sei und ob sie Geld habe. Sie ist in Nevins Wohnung, wo dieser die Unerfahrene mit Sekt und Luxus zu verfĂźhren sucht. Ohne ihre Partnerin stehen die beiden auch mit ihrer Pferdenummer alleingelassen da. Der VarietĂŠdirektor droht ihnen: Wenn Else nicht wieder auftaucht, nimmt er die Nummer aus dem Programm.
Nevins frĂźhere Gefährtin Zora ist eifersĂźchtig auf die neue Rivalin. Als Nevin ihr auf einem Zettel eine Verabredung absagt, verrät Nevins BĂźrovorsteher ihr, mit wem sein ChĂŠf jetzt zusammen ist. Daraufhin âinformiertâ Zora Hans und Max, die auf der Suche nach Else sind, hĂśhnisch, dass die jetzt âein beĂres Engagementâ habe, und steckt Hans den SchlĂźssel zu Nevins Wohnung zu. Hans schleicht sich in die Wohnung und findet Else in Nevins Armen vor. Er missversteht die Situation und glaubt, Else sei ihm untreu geworden und habe sich mit Nevin eingelassen. Als er â im Zorn (und im Zwischentitel) â sagt, er sei jetzt froh, dass sie nicht âseine Frauâ geworden ist, flieht sie verzweifelt wieder auf die StraĂe.
Else gerät vor eine StraĂenbahn und wird Ăźberfahren. StraĂenhuren, die sie fĂźr eine Kollegin halten, nehmen sie schwesterlich mit in ein Lokal vom Typ Verbrecherkeller, wo sich die Luden und Huren um sie kĂźmmern; eine nimmt sie gar bei sich auf und lässt sie bei sich Ăźbernachten.
Hans und Max beraten sich. Ob Elses Vater nicht doch recht gehabt hatte? Max aber meint: âDu kannst das Mädel doch nicht im Stich lassenâ. Hans entgegnet: âIm Stich lassen? Sie hat doch selbst gewählt!â Ein Zwischentitel wiederholt bekräftigend diesen Satz.
Else wird in der Nacht von dem heimkehrenden Zuhälter der Hure belästigt, bei der sie untergekrochen ist. Die wacht von dem Lärm auf und missversteht die Situation; sie meint, dass Else sich an ihren âBräutigamâ herangemacht habe, und wirft sie kurzerhand wieder hinaus.
Zum âElysiumâ zurĂźckgekehrt, erfährt Else vom Portier, dass die Pferdenummer bereits abgesetzt ist.
Nevin, wĂźtend darĂźber, dass Zora Hans den SchlĂźssel zu seiner Wohnung gegeben hat, bricht mit ihr. Statt ihrer nimmt er nun Else mit sich.
6. Akt
Else wird, ausstaffiert mit Nobelklamotten, Chauffeur, Zofe und Zierhund, eine Edelhure mit âKĂźnstlernamenâ Elena Rosetti, die zahlungskräftige Freier empfängt. Als sie auf der StraĂe ihrem Vater begegnet, âschneidetâ sie ihn und geht gruĂlos und trotzig an ihm vorbei. Sie ist ja jetzt eine âgroĂe Dameâ! Zora sucht sie auf und setzt sie darĂźber in Kenntnis, dass Nevin unter Anklage des Betrugs steht. âJetzt sind Sie da, wo ich war, als Sie mich ausgestochen haben!â klagt sie ihr und weist voll bittrem Hohn darauf hin, dass all die schĂśnen Sachen, mit denen Nevin sie umgeben hat, ânur auf Pumpâ seien.
Nevin erwirbt in einer Waffenhandlung eine Pistole. Elses Vater lässt auf der Polizei die Suche nach ihr einstellen und zerreiĂt resigniert das Fahndungsblatt. Der Wind weht ihm die Papierschnitzel hinterdrein.
Nevin gesteht Else bei einem Besuch, dass er in Schwierigkeiten sei, unter Anklage stehe, und erschieĂt sich, als sie kurz den Raum verlässt.
Hans bekommt nun endlich die erwartete Stelle bei den Borsig-Werken. Max zeigt ihm die Zeitung mit der Meldung von Nevins Ende. Beide denken an Else und fassen den Entschluss: âNun mĂźssen wir uns um sie kĂźmmern, sonst geht sie noch ganz vor die Hunde!â
Sie suchen die Wohnung auf, in der Nevin sie untergebracht hatte. Die wird gerade aufgelĂśst, die Einrichtung abgefahren. Die Portiersfrau meint lakonisch: âNu is die Herrlichkeit da oben zu Ende ⌠nu isse jetĂźrmt!â
Else sinkt von einer Stufe des sozialen Abstiegs zur nächsten, muss sich als Tanzmädchen in den âApollo-Sälenâ verdingen. FĂźr â2 RM und Abendbrotâ, wie ein Zwischentitel bekanntgibt, soll sie ânettâ zu den Gästen sein.
7. Akt
In den âApollo-Sälenâ begegnen ihr zwei alte Bekannte wieder. Der eine ist der Zuhälter der Dirne, die sie damals bei sich aufnahm. Er tritt ihr als âfeiner Kavalierâ entgegen, nĂśtigt sie, mit ihm zu tanzen, und spendiert ihr ein Abendessen, was von den anderen Tanzmädchen argwĂśhnisch begutachtet wird: Die hat einen Kavalier, der âwas ausgibtâ. Die andere ist Zora aus dem âElysiumâ, die hier als Tanzsoubrette das Lied âTrink, trink âŚâ vorträgt.
Als der Zuhälter zudringlich wird und Else sich wehrt, wirft der Wirt sie hinaus. Im Toilettenraum trifft sie auf Zora, an der sie aber ohne zu grĂźĂen vorbeigeht. Zora klärt die Aufwartefrau (Alexandra Schmitt) Ăźber Else auf: âDie kenn ick ⌠die is ihrem Bruder davongelaufen.â Die Aufwartefrau empfindet Mitleid mit Else und findet, man sollte âihren Bruderâ doch von ihrem derzeitigen Aufenthalt in Kenntnis setzen.
Else wird auf dem Heimweg von einem Passanten belästigt, doch der Zuhälter ist ihr gefolgt und vertreibt den Betrunkenen. Er nimmt Else mit sich und meint âNu rennste mir nich wieder weg!â
Hans hat seine Stelle bei Borsig angetreten und trifft Max vor dem Fabriktor. Der hat von der Toilettenfrau einen Zettel geschrieben bekommen, auf dem sie ihnen den Aufenthalt von Else mitteilt. âNoch heute Abendâ wollen sie in das Lokal gehen. Sie tun es und erfahren von dem Rausschmiss Elses. Nach Wochen langen Suchens finden sie Else in einem anderen Lokal wieder. Dort ist sie mit dem Zuhälter zu Gast. Als der vom Tisch aufsteht, setzen sich Hans und Max zu ihr.
Sie treffen auf eine desillusionierte und verzweifelte Else, die offensichtlich mit ihrer bĂźrgerlichen Existenz abgeschlossen hat. Hansâ Angebot, sie finanziell zu unterstĂźtzen, missversteht sie: ihr Geld geben, das wollen alle anderen hier auch. Sie klagt ihn an: âWer hat mich denn zu dem gemacht, was ich jetzt bin? Du!â Da kommt der Zuhälter zurĂźck und sie legt ihren Arm um ihn. Hans wendet sich angewidert von ihr ab. Max sieht sich im Gehen noch einmal nach ihr um. Als schon die nächste Tanznummer, die âNacht auf dem Montmartreâ bei Laternenschein steigt, rafft Else sich in einer Aufwallung von Sehnsucht auf und will ihnen nach, doch der Zuhälter holt sie noch auf der Tanzfläche ein und schiebt mit ihr gewaltsam Ăźbers Parkett. âHier jehĂśrste her âŚâ meint er, â⌠unter die Laterne!â Nun muss sie fĂźr ihn âunter der Laterneâ als Prostituierte arbeiten.
8. Akt
Hans hat mittlerweile eine blonde Frau und ein Kind und lebt âin GlĂźck und Zufriedenheitâ, Max verkauft Zauberartikel an einem StraĂenstand. Unter den Zuschauern, die ihn umringen, erkennt er Else und läuft ihr nach bis in ihr Quartier. Als er ihr berichtet, dass Hans verheiratet sei, bricht sie in Tränen aus. Ihre Wirtin (Käthe Haack) verrät Max âDer jeht et nich jut ⌠die fĂźhrt ein Hundeleben!â ZurĂźck zu Hans beschlieĂen beide, sie aufzusuchen. Sie treffen sie in der Dunkelheit an ihrem âArbeitsplatzâ an. Hans tritt ihr vermummt als vermeintlicher Kunde entgegen; als sie ihn erkennt, weint sie. Er rät ihr, aufs Land zu gehen, um gesund zu werden, und steckt ihr Geld zu, das sie zurĂźckweist. Er lässt es in einem Umschlag auf dem Tisch liegen. Ein letztes Mal kĂźssen sie sich. Dann geht Hans mit Max weg.
9. Akt
Else ist von dem Gedanken, aufs Land zu fahren, begeistert und erbittet dazu von ihrer Wirtin einen Koffer. Der Zuhälter findet auf dem Tisch den Umschlag mit dem Geld und nimmt es an sich. âDas war mal ân nobler Kunde!â meint er zufrieden. Als Else das Geld zurĂźckfordert, schlägt er sie brutal nieder und lässt sie liegen. Die Wirtin findet sie und bringt sie ins Bett. An ihren Verletzungen stirbt Else schlieĂlich im Elend. Im Verbrecherkeller klagt eine alte Hure den Zuhälter an: âDu hast se aufân Gewissen!â Als die Nachricht von Elses Tod dort eintrifft, sind die Huren und Luden gerade am Tanzen nach Grammophonmusik. Nun wird eine passendere, eine traurige Platte aufgelegt: das âElterngrabâ.cite-ref-3[3] Vor Hansâ Häuschen aber spielt der Drehorgelmann âTrink, trink âŚâ.
Rezeption
Der Film wurde besprochen von bzw. in:
⢠Katalog der 64. Internationale Filmfestspiele Berlin:
âUnter der Laterneâ schildert einen exemplarischen Weg in die Prostitution. Angesiedelt im Berlin der âkleinen Leuteâ, rĂźckt der Film den âKiezâ der schummrigen Bier- und VergnĂźgungslokale mit ihrem billigen Flitter und ihrer Leuchtreklame in ein durchaus attraktives Licht. Doch zugleich wirft er Schlaglichter auch auf die Schattenseiten â auf HinterhĂśfe und den StraĂenstrich, auf Zuhälter und Tanzmädchen, auf die graue Welt der mĂśblierten Zimmer und Absteigen â und enthĂźllt damit das vordergrĂźndige Generationen- und Herzensdrama als ein im innersten Kern soziales."
⢠Michael Fox bei Silent Film Festival:
âUnder the Lantern extended the writer-directorâs fascination with Berlinâs powerless, preyed-upon, and feverishly scrambling citizens. Released in 1928, the filmâs use of nonprofessional actors and commitment to shooting on location evoke a documentary-style immediacy that presages neorealism. Although remaining emotionally detached from the plight of his characters proves impossible, Lamprecht lays on the sentiment with a trowel just to be sure.â
⢠Marco Spiess bei molodezhnaja, 19. Oktober 2014:cite-ref-4[4]
Was als ein exemplarisches Drama ßber das Abgleiten in die Prostitution sein soll, ähnelt aber eben doch eher einer Seifenoper. Zu viele Entwicklungen bedßrften mehr Glaubwßrdigkeit, zu viele Zufälle häufen sich, zu viel Sentimentalität wird eingestreut. Da der Film mit ßber zwei Stunden Laufzeit doch recht lang ist, fallen diese Mängel noch stärker ins Gewicht.
⢠JÜrg Gerle in Film-Dienst 16/2014:
âUnter der Laterneâ ist also ein Sittenbild, aber auch ein handfestes Melodram. Und diesem Genre wird Lamprecht nicht nur durch die visuelle Umsetzung der Tragik der Geschehnisse gerecht, sondern auch Ăźber den subtilen Einsatz eines einzigen, unscheinbaren Liedes. UngewĂśhnlich fĂźr einen Stummfilm von 1928, dessen musikalische Wirkung doch ganz in der Hand derer liegt, die am Klavier oder innerhalb eines Orchesters im jeweiligen Kinosaal den Ton angeben. [âŚ] Der feucht-frĂśhliche Unterhaltungsschlager, der während des gesamten Films via Drehorgel, Tanzkapelle oder Grammophon in der Eckkneipe allgegenwärtig ist und von etlichen Protagonisten gesummt und gesungen wird â â⌠lass doch die Sorgen zuhausâ âŚâ â konterkariert das Geschehen: Was zunächst als amĂźsante Beiläufigkeit anklingt, gerät zunehmend zu bellendem Hohn in diesem Porträt einer Alleingelassenen, die zwischen Suff und Verdrängung dahinvegetiert.
WiederauffĂźhrung
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Deutschen Kinemathek wurden Filme des KinematheksgrĂźnders Gerhard Lamprecht digital restauriert. In Kooperation mit ZDF/arte wurden zwei dieser Filme am 30. Juni 2013 im GroĂen Saal der VolksbĂźhne Berlin mit Live-Musik präsentiert: Menschen untereinander und Unter der Laterne. Der Komponist Bernd Schultheis produzierte zu beiden Filmen die Musik.cite-ref-5[5]
Der Kulturkanal Arte strahlte die restaurierte Fassung von âUnter der Laterneâ mit dem neuen Soundtrack des jungen Komponisten am Montag, den 3. November 2014, fĂźnf Minuten vor Mitternacht im Deutschen Fernsehen aus. Seine Komposition fĂźr neun Instrumentecite-ref-6[6] zitiert die Schallplatte mit dem Sänger Harry Steier und kombiniert kammermusikalisches Grundmaterial mit Elementen aus Rock- und Popmusik.cite-ref-7[7]
âDie sensible technische Restauration und die musikalische Neuinterpretation durch den Komponisten Bernd Schultheis und das Ensemble Mosaik vollziehen einen anregenden, weil in keiner Weise historisierenden BrĂźckenschlag von der Geschichte zur Gegenwart.â (Claus LĂśser in der BZ vom 26. Juni 2013)
Tondokument
⢠Trink, trink, BrĂźderlein trink (Wilh. Lindemann): Harry Steier, mit Orchester [Otto Dobrindt] und Steier-Quartett, auf Beka B. 6306 (Matr. 34 529) â aufgen. am 6. Januar 1928 im LindstrĂśm-Studio, Schlesische StraĂe 26/27, Berlincite-ref-8[8]
Literatur
⢠Herbert Birett: Stummfilmmusik. Materialsammlung. Deutsche Kinemathek, Berlin 1970.
⢠Paolo Caneppele, Gßnter Krenn, Herausgeber Francesco Bono: Elektrische Schatten. Verlag Filmarchiv Austria, Wien 1999, ISBN 3-901932-02-X, S. 170.
⢠Horst O. Hermanni: Das Film ABC. Von Jean Gabin bis Walter Huston. Verlag Books on Demand, 2009, ISBN 978-3-8334-2377-2, S. 229 (Käthe Haack)
⢠Horst O. Hermanni: Das Film-ABC. Band 5: Von La Jana bis Robert Mulligan. Verlag Books on Demand, 2011, ISBN 978-3-8423-1154-1, S. 23 (Walter Ladengast)
⢠Georges Sadoul, Bernard Eisenschitz: Lâart muet: 1919â1929. Band 6, Verlag Denoel, Paris 1975, S. 407. (franzĂśsisch)
⢠Peter Weiss: Avantgarde Film. (= Edition Suhrkamp. Band 1444). Verlag Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995.
⢠Ulrike Weiss: Carl Zuckmayer und die Medien. Beiträge zu einem internationalen Symposion. Teil 1 (= Zuckmayer-Jahrbuch, Herausgeber Gunther Nickel). RÜhrig Universitätsverlag, 2001, ISBN 3-86110-266-8, S. 216.
⢠Friedrich von Zglinicki: Der Weg des Films. Geschichte der Kinematographie und ihrer Vorläufer. Rembrandt Verlag, Berlin 1956.
Weblinks
⢠Unter der Laterne bei IMDb
⢠Unter der Laterne bei filmportal.de
⢠Unter der Laterne bei arte.tv
Abbildungen
⢠Filmplakat von Slama (1890â1973) pixhst.com, grĂśĂer pixhst.com
⢠Standphoto aus âUnter der Laterneâ bei critic.de
⢠Standphoto aus âUnter der Laterneâ bei 4.bp.blogspot.com
⢠Regisseur Gerhard Lamprecht filmportal.de
Artikel
⢠Luise Heilborn-KÜrbitz bei The German Early Cinema Database, DCH CologneVorlage:GECD Name/Wartung/ID fehlt in Wikidata
⢠Bernd Schultheis bei stummfilmmusiktage.de
⢠Michael Fox: Under The Lantern. Essay. (1928) (online auf: silentfilm.org)
⢠Claus LĂśser: Von den HĂśhen und Tiefen des âMilljĂśhsâ. In: Berliner Zeitung. 26. Juni 2013, (online auf: berliner-zeitung.de)
⢠Unter der Laterne im Lexikon des internationalen Films
Einzelnachweise
cite-note-11. â Der Text des âWalzerliedes fĂźr frohe Kreiseâ, das auch als âDas Elfte Gebot Moseâ bekannt geworden ist, wurde von dem Berliner Humoristen Paul Bendix, dem Sohn von Martin Bendix, dem âUrkomischenâ, gedichtet, vgl. bam-portal.de (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive), worldcat.org und Hoffmeister, âMusikalisch-literarischer Monatsbericht (1928)â; Transkript bei biersekte.de
cite-note-22. â Kurt Tucholsky hat als âTheobald Tigerâ in Die WeltbĂźhne vom 8. April 1930, Nr. 15 auf S. 548 diese Spezies von UnterhaltungskĂźnstler am Ende der Weimarer Republik treffend karikiert, vgl. zeno.org
cite-note-33. â Dieses rĂźhrselige, einstmals sehr populäre Lied (âIch kenn ein einsam Plätzchen auf der Welt / âS liegt ruhig still verborgen âŚâ) verfasste um 1900 der sächsische Volkssänger Emil Winter, der sich nach seinem Erfolgscouplet vom âSchneidigen Tymianâ dann selbst Winter-Tymian nannte. â Vgl. SLUB Dresden, Mediathek mediathek.slub-dresden.de
cite-note-44. â Unter der Laterne bei molodezhnaja, Marco Spiess (Hrsg.), abgerufen am 19. Juni 2021
cite-note-55. â vgl. VolksbĂźhne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz volksbuehne-berlin.de (Memento vom 27. November 2013 im Internet Archive)
cite-note-88. â Trink, trink, BrĂźderlein trink â Harry Steier